Die Päpstliche Schweizergarde kann nicht sämtliche materielle Bedürfnisse mit eigenen Mitteln finanzieren. Nach reichlicher Prüfung hat sich die Stiftung entschieden, folgende Projekte zu unterstützen:
Aus- und Weiterbildung: Um die anspruchsvollen Aufgaben im Sicherheitsdienst für den Heiligen Vater gewissenhaft zu erfüllen, haben die Gardisten regelmässig an internen, aber auch an externen Weiterbildungskursen teilzunehmen. Ein Schwerpunkt ist dabei die umfassende Ausbildung zum Fachmann für Sicherheit und Bewachung mit Eidg. Fachausweis (VSSU).
Neben den Aus- und Weiterbildungen im Sicherheitsbereich werden auch Fremdsprachen und Informatik gefördert. Die erworbenen Fachkenntnisse dienen nicht nur der Erfüllung des täglichen Dienstes, sondern erleichtern gleichzeitig den Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Gardezeit.
Ausbildungszulage: Um ihren Kindern eine Schulbildung nach dem in der Heimat üblichen Standard zu ermöglichen, besuchen die meisten Kinder die Schweizer Schule in Rom. Dieser Entscheid ist nicht zufällig: in der zweisprachige Erziehung wird bewusst der Vermittlung schweizerischer Werte grosse Beachtung geschenkt. Die Schule bietet die Möglichkeit mit Maturität abzuschliessen. Somit wird der Einstieg in die Berufslehre oder ein prüfungsfreier Übertritt zu den Universitäten in der Schweiz ermöglicht.
Der Stiftung ist es ein Anliegen, das Haushaltsbudget der Familien mit einem Beitrag an die Ausbildungskosten zu entlasten.
Historische Schätze: Die Schweizergarde verfügt über zahlreiche, historisch wertvolle Harnische. Diese werden an der jährlichen Vereidigung, sowie zu Weihnachten und Ostern auf dem Petersplatz getragen. Jeder Gebrauch hinterlässt jedoch hohe Verschleissspuren. Um den Erhalt dieser prunkvollen Rüstungen zu sichern, sind diese durch Replikate zu ersetzten. In Handarbeit wird zwischen Hammer und Amboss glühendes Eisen in Form gebracht - so entsteht ein dem Original gleichwertiges Ebenbild.
Der Stückpreis eines Harnischs beträgt rund EUR 5‘000.00. In Zusammenarbeit mit der Stiftung soll der gesamte Bestand ersetzt werden. Der Erhalt der über 450-jährigen Prunkstücke ist somit gewährleistet!