Die wohl berühmteste Uniform der Welt, die sogenannte Galauniform, ist weitgehend dem Entwurf des Kommandanten Jules Repond (1910-1921) zu verdanken. Die berühmten Farben Blau-Rot-Gelb sind den Traditionsfarben des Hauses Medici zu verdanken. Die blauen und gelben Stoffstreifen unterbrechen in fliessender Bewegung das Rot der Weste und der Hose. Nach langem Suchen und Forschen und in Anlehnung an die Fresken Raffaels, wurde anfangs 20. Jahrhunderts die Hüte abgesetzt und durch die heute noch übliche Baskenmütze ersetzt, an der die Rangabzeichen zu sehen sind. Weiter wurde auch der weisse Kragen an Stelle der gefalteten Halskrause eingeführt.
Die Exerzieruniform, bei Ausbildung und im Nachtdienst getragen, ist vollständig in blauer Farbe gehalten. Am Eingang St. Anna wird während der Woche aus praktischen Gründen ebenfalls diese Uniform getragen, da dort die Hauptverkehrsstrasse durchführt. Auch diese Uniform wird mit einem weissen Kragen und mit weissen Manschetten getragen.
Im Winter und bei Regen wird ein Mantel getragen, um die Uniform vor der Witterung zu schützen.
An Ostern, Weihnachten und an der Vereidigung wird zur Galauniform ein Harnisch aus dem 17. Jahrhundert getragen. Dazu gehören die auffallend weisse Halskrause, die weissen Handschuhe und ein Silberhelm mit einer roten Feder für die Hellebardiere, einer dunkelvioletten Feder für die Offiziere und einer weissen Feder für den Kommandanten und den Feldweibel. Auf den beiden Seitenteilen des Silberhelmes ist die Eiche der Familie „della Rovere“ vom Gründerpapst Julius II. im Relief abgebildet.
Die Tambouren tragen an ihren Auftritten eine gelb-schwarze Uniform mit dem schwarzen Helm und gelb-schwarzen Federn.